Go it alone

 

Biergarten/Stadtteiltreff: 17:00 Uhr
Essen: 19:00 Uhr
Konzert: 20:00 Uhr (Bei schlechtem Wetter drinnen)
Eintritt frei


Ella Josalie

Ella Josaline ist eine Träumerin. Sie träumt von einer besseren Welt und von süßen Melodien und poetischen Texten. Musikerträume sind bekanntermaßen zarte und zerbrechliche Gebilde. Der Traum entdeckt zu werden, ebenso wie der Traum, von der eigenen Musik leben zu können. Viele talentierte, junge Künstler gibt es, und ebenso viele gefährlich spitze Klippen, an denen ihre Glasträume zerschellen können.

 

Vor diesen Klippen hat Ella Josaline jedoch keine Angst, denn trotz der Träume, steht sie mit beiden Beinen fest auf der Erde. Für sie war die Musik immer schon eine Gewissheit, Anker und Rettungsring zugleich. Deshalb scheut sie sich auch nicht davor, in das stürmische Business einzusteigen. Dass dieser Mut vielleicht in einer gewissen Naivität begründet liegen könnte - schließlich ist die blonde Münchnerin gerade mal 16 Jahre alt - mag manch einer behaupten, aber Ella ist sich sicher, dass sie mit ihrer Musik etwas bewegen kann und schon bei den ersten Akkorden, die sie auf der Gitarre anschlägt, wird deutlich: sie weiß, was sie tut.

 

Im Herbst 2014 wurde sie entdeckt, aufgrund des einzigen selbst aufgenommenen Youtube-Videos, das es damals von ihr gab. Und ganz schnell stand sie dann auf der Bühne, mit ihrer Gitarre, einem strahlenden Lächeln und einer herzzerreißend schönen Stimme, die mal ganz leise und hauchend und dann wieder ganz kräftig und vibrierend kleine Clubs, aber auch große Open-Air Festivals, wie das Pfingst-Theatron und das Stadt-Land-Rock-Festival am Sommer-Tollwood , auszufüllen vermag. Philipp Dittberner, Lucy Rose, Mans Zelmerlöw, Keston Cobblers Club, Soak., Impala Ray, Triska, Darcy, Nick And The Roundabouts hat sie in der letzten Zeit in München supportet.

 

Jetzt hat sie eine erste EP aufgenommen. Unterstützt wurde sie dabei von Bonifaz Prexl (Jesper Munk u.a.) und Nico Sierig (Aloa Input u.a.). Die CD wird sie bei Munich Rocks! im Ampere zum ersten Mal vorstellen. Fünf Lieder über Liebe, Verlassen-Werden und den Wunsch, die Welt zu verbessern. Ella will sich nicht mit den Zuständen wie sie in unserer heutigen Zeit sind, zufriedengeben: „Change the world“ heißt sehr programmatisch einer der Songs. Aber nicht nur Hunger und Leid, sondern auch die Leistungsgesellschaft, in der wir leben, kann die junge Frau nicht akzeptieren, weigert sich mitzupaddeln in einem Ellenbogenkonzept. Sie will sich nicht in

 

Erwartungen pressen lassen, sondern ihren eigenen Weg finden, selbst wenn sie schon „half insane“ sein sollte. Lieber bleibt sie das, wenn das Authentizität bedeutet, oder auch Freiheit.

Einiges an Nachdenken und eine große Bewusstheit über das Leben und sich selbst setzt das voraus. Ihre Texte stecken voller Ehrlichkeit und persönlicher Erfahrungen, und genau deshalb haben sie so viel Kraft. Ellas Großmutter ist Engländerin, deswegen schafft es die junge Frau, sowohl auf Englisch, als auch auf Deutsch zu überzeugen, ohne verkünstelt zu wirken, ohne sich abgegriffener Phrasen zu bedienen. Ihre Melodien reichen dabei von melancholischem Indie-Folk, der für Gänsehaut sorgt, bis zu beinahe fröhlichen, etwas bluesig angehauchten Rhythmen, mit einem abenteuerlustigen Zwinkern im Augenwinkel.

 

Diese Mischung aus Vertrauen, Talent und der Freude am Experimentieren nimmt Ella Josaline mit auf die Reise, an deren Anfang sie gerade steht, über den Ozean der Musikerträume. Dass es sie dabei an gute Orte, sichere Küsten und atemberaubende Strände verschlagen wird, scheint kaum zu bezweifeln, solange sie sich selbst treu bleibt, „cause it’s my way (…). I want to be whoever I want to. If you just let me be because I need to be free“ - wie sie im Song „free“ singt.