Go it alone

 

Biergarten/Stadtteiltreff: 17:00 Uhr
Essen: 19:00 Uhr
Konzert: 20:00 Uhr (Bei schlechtem Wetter drinnen)
Eintritt frei


Paul Kowol

Man kann sich dem nur schwerlich entziehen. Dieser umwerfenden Freundlichkeit, dieser unaufdringlichen und doch sehr direkten Charmeoffensive, dieser innigen Umarmung und – in gewisser Weise auch – sympathischsten aller Vereinnahmungen. Und man will das auch gar nicht, denn es ist schön dabei zu sein, wenn Paul Kowol seine Lieder singt. Lieder, die in erster Linie von ihm und seiner – nun ja – jugendlichen Gefühlswelt handeln. Denn, Paul ist erst 18 Jahre alt, hat vor einem Jahr sein Abi mit einem, nennen wir es, ordentlichen Schnitt hinter sich gebracht und will nun die Welt mit seinen Songs erobern. Diese sind getragen von großen Emotionen und von positiver Melancholie, und sie künden vom Enthusiasmus eines jungen Musikers, für den es gar kein anderes Ziel geben kann, als die Bühne.

 

Dass diese oft sehr weit weg scheint, wenn Paul derzeit öfter mal um sechs Uhr Früh aus den Federn muss um sich mit einem Job etwas zu seinem Lebensunterhalt dazu zu verdienen, geschenkt. Was zählt ist die Energie dieses jungen Mannes und diese kann man spüren: Takt für Takt, Zeile für Zeile. „Das Herz ist es, das verstehen soll“ sagt Paul und so kann man seine mal in Englisch, mal auf Deutsch gesungenen Folk- und Popsongs geradezu physisch wahrnehmen und spüren, wenn sich einem ein Lächeln ins Gesicht drängt und einem das Herz aufgeht, wenn Paul vom „Schwarzen Glanz“ singt, er in „Komprimiert“ seinem Seelenblues freien Lauf lässt oder er schlicht „Fall In Love“ intoniert, bei dem jetzt schon in aller Regelmäßigkeit die Eingeweihten mitsingen.

 

Paul bleibt derweil der, der er ist: „Ein Geschichtenerzähler, ein Beobachter des Lebens und der Welt, ein Reisender und Suchender“, wie er es selbst formuliert. Einer, der einen Traum hat und zwar den, seine „Leidenschaft zum Beruf, nein, viel besser zur Berufung zu machen. Und die Welt durch mein Beispiel in Gedanken Worten und Taten ein klein bisschen besser zu machen.“ Das mag ein klein wenig naiv klingen und ist es wahrscheinlich auch, egal, man mag es einem so jungen Menschen nachsehen, wenn er sich aufmacht, zumindest mit popmusikalischen Gedanken, die Welt zu retten.

 

Beeinflusst ist er dabei maßgeblich von Leuten wie Philipp Poisel, Damien Rice, Angus Stone oder Ed Sheeran, aber auch vom melodischen Poppunk á la Green Day oder Blink 182. Im Resultat klingt er dann aber doch eher wie eine akustische One-Man-Band-Mischung aus AnnenMayKantereit, Milky Chance, L’aupaire und Jesper Munk. Augen und Ohren auf, hier kommt einer, der mit seinen „schmusigen Wohlfühlsongs“ (SZ) die Herzen im Sturm nimmt.

 

 

 
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