Miss Kenichi

 

Kneipe: 17:00 Uhr
Essen: 19:00 Uhr
Konzert: 21:00 Uhr
Eintritt: VVK: 9,58 € AK: 10 €


Miss Kenichi

[ArtPopDreamFolk || Berlin]

 


"Die Dinge, die mir etwas bedeuten, die Musik, die Geschichten und Botschaften darin sollen länger gültig sein als einen Sommer." sagt Katrin Hahner a.k.a. Miss Kenichi mit dem Anflug eines Lächelns. "Darum musste es so klingen. Wie etwas Vergangenes. Wie eine Erinnerung an die Zukunft, die es einmal war."

 

Hahner bezieht sich hier auf "Tale of Two Rivers", den Opener ihres bestürzend schönen neuen Albums "The Trail". Es könnte aber genauso gut jedes andere der Stücke damit gemeint sein. Es ist verwegen, ein Album so zu beginnen. In einem solchen Maße karg, traurig und des Kampfes müde, dass das Stück klingt wie die Geister, die es auf so unheimliche Weise beschreibt: Lediglich eine keuchende Pumporgel begleitet die geisterhafte Stimme, später zieht noch eine einsame, weit entfernte Snare Drum am Horizont vorüber. Es ist der perfekte Auftakt für all das, was noch kommt, denn "The Trail" ist, kurz gesagt, zeitlos: Es schwebt wie Nebel über einem Schlachtfeld, bedrohlich und doch auf geheimnisvolle Weise schön, seine Herkunft unklar, seine Präsenz spürbar und doch nicht zu fassen. Ein so filigranes Album, dass es beim ersten Hören kaum vorhanden zu sein scheint, doch schon nach kurzer Zeit seine ganze Kraft offenbart und man meint, es hätte einen schon immer begleitet.

 

Wurden Miss Kenichis erste zwei Alben "Collision Time" und "Fox" von Kritik und Publikum bereits sehr gelobt, so ist "The Trail" nochmals ein großer Sprung vorwärts: die wohl überlegte Arbeit einer souveränen Künstlerin, das Songwriting nuanciert und hypnotisch, die Arrangements vielschichtig. Miss Kenichi suchte die Veränderung. "Ich wollte mich nicht wiederholen, sondern weitergehen. Ich wollte Gewicht von der Gitarre nehmen, die bis zum damaligen Zeitpunkt der Mittelpunkt meines Schreibens war. Die Musik öffnen für größere Arrangements und mehr Instrumente, mehr Dynamik, ohne alles zu erdrücken. Ein wichtiges Element meiner Musik ist die Pause, der Raum zwischen den Dingen, das sollte auf keinen Fall verloren gehen."

 

Dabei half ihr auch die immer enger werdende Verbindung mit Earl Harvin, dem herausragenden Schlagzeuger, der bereits mit Pop-und Szenegrößen wie Air, Seal und Joe Henry gearbeitet hat und seit einigen Jahren Drummer der Tindersticks ist. Er hatte Miss Kenichi zunehmend auf Tour und in Studios begleitet und es war eine folgerichtige Entscheidung, ihn als Co-Produzenten des Albums auszuwählen. "Er ist ein unglaublich intuitiver und genauer Musiker, der von innen heraus begreift, was zu tun ist. Er überrascht mich immer wieder. Er holt stets das Beste aus der Musik heraus. Es ist wunderbar mit ihm zu spielen." beschreibt sie die Zusammenarbeit und ihre Begeisterung wird mehr als deutlich.

 

"The Trail" wurde hauptsächlich in Berlins Chez Cherie Studio aufgenommen, einem großen Raum ohne Kabine, der alle Anwesenden während der Aufnahme zum Stillsein und Mithören zwingt. "Es ist, als hätten wir die Spannung und Aufregung, den angehaltenen Atem der anderen gleich mit aufgenommen. Wie ein weiteres Instrument." freut sich Miss Kenichi. Mit Gastbeiträgen so ausgezeichneter Musiker wie unter anderem Terry Edwards (Gallon Drunk, Tindersticks) und Chris Bruce (Meshell Ndgeocelo, Chris Connelly) wuchs "The Trail" langsam zu seiner endgültigen Form heran.

 

Wie ein dunkler Wald, mit Lichtstrahlen, die zwischen den Bäumen hervorbrechen, scheint "The Trail" im ersten Moment voller Schatten und Dunkelheit zu sein, doch seine Schönheit verleiht dem Album einen höchst lebendigen Optimismus. Während Miss Kenichi sich textlich oft auf die rauhe Natur bezieht, in der sie aufgewachsen ist und über das ganze Album verteilt immer wieder Berge, Wälder, Stürme, Tiere und Flüsse erscheinen, wachsen die Songs über ihren Ursprung hinaus und verdichten sich zu etwas Größerem.


"The Trail" ist ein Album, das einen die Welt vergessen lässt und sie zugleich näher heranholt, ein Werk voller Anmut, Magie und Schönheit.

 

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Ella Jo saline

[Indie-Folk || München]

 

Bereits mit 12 Jahren begann Ella Josaline erste eigene Lieder, Texte und Gedichte zu schreiben, seit November 2014 führt die mittlerweile 17-jährige Singer/Songwriterin ihre Musik auch live auf. Man kann diese als eine Mischung aus Folk und Pop bezeichnen, reduziert und empfindsam gleichermaßen, welche sie unter anderem im Vorprogramm von nationalen und internationalen Popkünstlern wie Philipp Dittberner, Mans Zelmerlöw, Lucy Rose, L'aupaire, Soak, Keston Cobblers Club u.v.a. aufführte. Zudem spielte sie auf diversen Festivals wie dem Sound Of Munich Now, Pfingsttheatron, Isarinselfest, Munich Rocks! und dem Tollwood. Die fünf Songs ihres Tonträger-Debüts "freEP" wurden von Nico Sierig (Aloa Input, Joasihno) und Bonifaz Prexl (Jesper Munk) produziert.

 

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