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Melody Fair

 

 

Stadtteiltreff: 19:00 Uhr
Konzert: 21:00 Uhr
Eintritt: 12 €


 

Am 2. Juni macht die „Melody Fair“ endlich in der Münchner Glockenbachwerkstatt Station. Gleich drei melodie-betriebene Attraktionen aus drei verschiedenen Bundesländern laden zur Mitfahrt ein: THE GROOVY CELLAR aus Berlin, DER ENGLISCHE GARTEN aus München und THE SOULBOY COLLECTIVE aus Kornwestheim bei Stuttgart. Alle drei Formationen eint eine unverwüstliche Liebe zu britischem Gitarrenpop der Sechziger, Achtziger und Neunziger, eine lebenslange Schwäche für Northern Soul und eine ausgeprägte Detailfreude in allen Stilfragen. Die Tonträger der Bands, die z.T. seit mehreren Jahrzehnten aktiv sind, erschienen u.a. bei Marsh-Marigold und Firestation Records. Das Regelwerk liest sich denkbar einfach: Die Band mit der schönsten Melodie des Abends wird zum Sieger gekürt und darf die nächstjährige „Melody Fair“ ausrichten. Hereinspaziert!

 

DER ENGLISCHE GARTEN

 

„Deutschsprachiger Power Pop/Sunshine Pop der 8-köpfigen Münchener Kapelle die schon seit 2005 ihr Ding machen. 3- teiliger Bläsersatz, super-slicke Rhytmusgruppe und entspannter, catchy Gesang. Mit Pop auf den Lippen und Punk im Herzen sind sie so münchnerisch wie „Zur Sache Schätzchen“ oder der chinesische Turm.“

„Leichte Musik für schwere Zeiten, wütender Schellenklang aus Epikurs Gärten, mit einer Inbrunst gespielt und gesungen“, beschreibt der Feuilletonist und Discjockey Reinhard Jellen ganz wunderbar die Band Der Englische Garten. Die Künstler selbst nennen es einfach „Gitarrenpop aus München“. Mit ihren üppigen Arrangements und smarten deutschen Texte nehmen sie den Zuhörer dann auch sofort für sich ein – aber nur, um ihm dann mit Pauken und Trompeten eine ganz eigene Definition des Genres um die Ohren zu schmettern: Pop-Musik mit Punk-Spirit. Die Band habe es sich zur Aufgabe gemacht, „das zwiespältige Münchner Lebensgefühl zum Klingen zu bringen. Der schöne Schein trifft auf den Bordstein. Glamour und Asphalt“, heißt es offiziell. Internationale Vorbilder wie die Kinks, Jam oder Dexy’s Midnight Runners klingen darin aber genauso mit.

 

 

Die gemeinsame Liebe zu deren Spielarten der Unterhaltungsmusik brachte Axel Koch (Gesang, Gitarre) und Bernd Hartwich (Bass) zusammen. Sechs weitere Freunde, mit denen die beiden zuvor schon bei den Merricks oder Norman Bates/C.L.A.R.K. auftraten, kamen hinzu.Seitdem begeistert das Orchester Der Englische Garten („Acht Leute. Old School. Mit Bläsern“) nicht nur Münchens Live-Publikum. Neben dem Debütalbum von 2010 wurden bereits zwei weitere Singles veröffentlicht, das aktuelle Album Die aufgeräumte Stadt wurde von Fans und Presse begeistert aufgenommen.

www.der-englische-garten.de

 

 
 
 

THE GROOVY CELLAR

1991 hat Mastermind Olaf Schumacher, bis dahin Sänger und Songwriter der Most Wanted Men und nebenbei Northern Soul-DJ, THE GROOVY CELLAR formiert. Benannt nach einem Londoner Club der frühen 80er Jahre, war die Band seitdem mehr oder weniger kontinuierlich aktiv. Die Gruppe veröffentlichte neben nur einem Album eine Reihe von Singles und EPs für Twang!, Marsh-Marigold und Firstation Records, sowie etliche Compilation-Beitrage weltweit. Live teilte sich THE GROOVY CELLAR die Bühne mit so unterschiedlichen Künstlern wie Cleaners From Venus, Ian Brown (Stone Roses), Television Personalities, Liga der Gewöhnlichen Gentlemen oder Fehlfarben.  

 

Deutlich beeinflusst vom klassischen Songwriting der Sixties haben sich die Veröffentlichungen der Band doch nie auf kurzlebige ideologische Raster projizieren lassen waren. THE GROOVY CELLAR sind einfach Pop, oder -sagen wir- Indie-Mod-Pop wäre treffender.  


Zuletzt legten sie mit “Affordable Art For All“ ihr erstes Alterswerk vor. Ausgedacht von fünf gereiften Individuen, die insgesamt seit 150 Jahren in Bands spielen, ist ein äußerst abwechslungsreicher Longplayer entstanden: Von dem herrlich verschleppten "Ask Mr. Magic" mit Beach Boys-Anklängen, der vaudevillehaft-verspielten Vertonung einer obskuren Kurzgeschichte in "Water", der Northern Soul-Nummer "I Stand Accused", genauso wie dem Teenage Fanclub-mäßigen "I See You..." oder der hervorragenden Version von Goffin/Kings "Wasn´t It You", bis zum Jingle Jangle-Folk von "I Need Your Love". Die Spielarten und das Instrumentarium sind weit gefächert, aber nie beliebig oder überladen. Was wie eine Achterbahnfahrt klingen könnte, wird durch die Produktion von Alex Ott und dem markanten aber einfühlsamen Gesang von Olaf Schumacher zu einem bündigen Ganzen verschmolzen. Satte 17 Jahre hat es gedauert, bis THE GROOVY CELLAR dem Debut-Album "Affordabe Art For All" nachfolgen lassen. Das Warten hatte einen Sinn. Pass the paintbrush, honey ...


 

The Soulboy Collective

Twee, Northern Soul, Hobbyraum-Pop, britischer Neunziger-Jahre-Indie: das sind die Zutaten, aus denen die Kornwestheimer Musik-Arbeitsgemeinschaft The Soulboy Collective seit 1994 ihre bisweilen schlagerhaften Drei-Minuten-Songs anfertigt. In wechselnder Besetzung, doch stets unter Mitwirkung von TSC-Gründer Jürgen Dobelmann, veröffentlichte die Formation in den vergangenen 23 Jahren ein Album („Clique Tragedy“, 2011), einige Singles und eine Handvoll Remixe (für die Fantastischen Vier, Electronic und Boozoo Bayou. Bei den bisherigen zehn Soulboy Collective-Auftritten, u.a. beim Indietracks-Festival, beim Popfest Berlin, im IndieWohnzimmer Stuttgart und in der Optimal Adventskonzertreihe, kamen bislang mehr als ein Dutzend verschiedene Musiker zum Einsatz. Für die „Melody Fair“ werden Sängerin Kommissar Lex, Sänger Jürgen Dobelmann und Bassist Bernd Hartwich (Der Englische Garten) von zwei weiteren DEG-Mitgliedern unterstützt: David Baalcke (Schlagzeug) und Axel Koch (Gitarre).  

 

Stilistisch vereint die Musik unter dem Arbeitsprinzip „Pickpocket Pop“ so ziemlich alle relevanten Zutaten aus den vergangenen drei Jahrzehnten Popmusikgeschichte: 2nd Hand Northern Soul Samples, elegante New-Order-Basslinien, Sarah-Label-eske DIY-Pop-Gitarren, Lightning-Seeds-hafte Ultra-Naivität und eine unleugbare Schwäche für Saint Etienne‘schen Retro-Schick. Mehr Blauäugigkeit war nie. Motto: „Stets eine Songlänge Sicherheitsabstand zur Perfektion“.


Derzeit arbeiten The Soulboy Collective am zweiten Album „Snob Fatigue“, das u.a. die Morrissey-Hommage „What Would Steven Patrick Do“ und das vom Bundesverband Indiepop zur „Single des Jahres 2016“ gekürte Duett „Happily Married (But Not To Each Other)“ enthalten wird. Neben Kommissar Lex ist mit Ahlie Schaubel (Tramontana, Elektrolochmann, Monochrome) eine weitere Sängerin mit einem Duett („Before You Break My Heart“) vertreten. An dem Debütalbum „Clique Tragedy“ hatte überdies Antenne Danger (High Voltage Humans, Damenkapelle) bei einigen Songs mitgewirkt.

Earlier Event: June 1
Rock inside the Glock # 44
Later Event: June 3
#7 NOISE MOBILITY FESTIVAL 2017