BROKOF

 

Kneipe: 17:00 Uhr
Essen: 19:00 Uhr
Konzert: 21.00 Uhr
Eintritt: 7,50 €, AK 8 €


BROKOF

 

„I was sitting out on my balcony staring down at my naked feet. I guess I'm not so bright, no I don't shine no light.“ So lauten die ersten Textzeilen des zweiten Albums Side By Side der Berliner Band BROKOF. Das räumliche halb draußen, halb drinnen ist die passende Verortung dieser Band, bewegt sich ihre Musik doch zwischen Selbstreflexion und Weltbeobachtung. Teilnahme und Rückzug. Mitmachen und draufschauen. Hier sprechen Zeitgenossen, die hin und hergerissen sind zwischen den urbanen Aktivitäten und Versuchungen, und dem gleichzeitigen Nachdenken und Nachfühlen von Lebenskonzepten und Befindlichkeiten. BROKOF liefern den Soundtrack für eine Generation der Bedenkenträger zwischen Ratlosigkeit und Aufbruch, singen mit einer schönen, ernsten Traurigkeit und manchmal auch Wut in der Stimme von den permanenten Verlusten, die passieren, wenn man sich bewegt und über das, was mann gewinnt, wenn nichts mehr zu erwarten ist. Der intime, authentische Ton kann die Songs der Band zu guten Freunden werden lassen. Ein freundlicher, mal rockender, mal munter trabender Beat liefert den lebensbejahenden Grundrhythmus, und unaufgeregt thematisiert Songwriter und Namensgeber der Band Fabian Brokof Themen, die ihn stellvertretend für viele umtreiben. Wo ist mein Platz in einer immer unsicherer werdenden Welt, wie durchbreche ich die Mauern aus Gleichgültigkeit, wie entsteht Verbindlichkeit zwischen den Menschen und wie komme ich meinem Traum von einer gelebten Liebe nah? Fern von Zynismus und mit Gespür für die kleinen und größeren Hindernisse stellt er sich den Fragen und erlaubt keine einfachen Antworten.

 

 

BROKOF das sind Fabian Brokof (Gesang, Gitarre), Arne Bergner (Gitarre, Klavier), Rocco Weise (Bass) und seit Dezember 2012 Puya Shoary (Schlagzeug). Sorry Gilberto vs. Brokof hieß die erste Veröffentlichung auf dem eigenen Label Goldrausch Records, eine
Split EP mit der befreundeten Band Sorry Gilberto (Berlin). 2010 folgte zunächst mit A/B eine weitere EP als 10 Inch Vinyl und wenig später dann im Oktober das Debütalbum Softly, Softly, Catchee Monkey. 2012 erschien mit Side By Side das zweite Album der Band. Momentan arbeiten BROKOF am dritten Studioalbum.

 

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Port Noo

Die Legende besagt, dass Pete Seeger mit einer Axt das Stromkabel zur Bühne kappen wollte. Das Stromkabel, das die Nabelschnur des Rock gewesen sein könnte. Es versorgte die E-Gitarren von Bob Dylan, mit denen er die Erwartungshaltungen der Folk-Gemeinde zertrümmerte und so sich selbst neu und damit vielleicht den Rock erfand.

Das Jahr war 1967, der Ort die Bühne des Newport Folk Festival. Ein Neuanfang, ein Aufbruch zu neuen Ufern, einem neuen Hafen, Newport. Port Noo bedeutet neuer Hafen auf Irisch und ist der Neuanfang der Singer-Songwriterin und Multi-Instrumentalistin Hannah Permanetter (ehemals Dear Henry Bliss). Port Noo heißt auch ein realer Fleck an der Nord-West-Küste Irlands. Ihren ersten Geburtstag hatte die Sängerin in diesem kleinen Fischerdorf und seit dem jeden weiteren. Es ist eine zweite Heimat, mehr sogar: Ein Sehnsuchtsort, der in ihr schon früh den Wunsch geweckt hat, zu verschmelzen, einfach Teil der Landschaft zu sein, die Sprache zu Atmen, die Lebensweise zu adaptieren - lange bevor Hannah das Mittel der Musik fand, um dieses verrückte Verlangen zu stillen. Daher rührt ihre enge Beziehung zur englischen Sprache und zur irischen Melancholie, die

die Landschaft dieser kleinen Insel in all ihre großen Poeten, Künstler und Musiker gepfanzt hat und die in Port Noos Songs ganz deutlich zu spüren ist. Port Noo besingt das Unglück und steht doch immer wieder auf, kratzt irgendwo Zuversicht aus den dunklen Ecken der Existenz. Mit einer Stimme, die beides ist: kraftvoll und doch voll Traurigkeit.

Nach einem halben Jahr in New York lernt Hannah 2012 in Berlin ihren guten Freund und Kollegen, den Nordirischen Produzenten Paul Pilot (Sea&Air, Duke Special, All The Luck In The World) kennen. Er arbeitet mit ihr an neuen Songs und hilft ihr, die Sehnsucht in Musik zu übersetzen, für die der neue Name steht. Und plötzlich fndet sich Port Noo inmitten so vielseitiger und internationaler Musiker wie dem amerikanischen Schlagzeuger Tom Osander (Damien Rice, Lisa Hannigan), dem irischen Multiinstrumentalisten und Komponisten Brian Crosby (BellX1, The Cake Sale), dem englischen Saxophonisten, Klarinettisten und Arrangeur Ben Castle (Duke Special, Jamie Cullum, Radiohead) und dem deutschen Sänger und Songschreiber Francesco Wilking (Die Höchste Eisenbahn), die alle auf ihrem, von Paul Pilot produzierten Album mitwirken. Live wird Port Noo unterstütz von Jonas Holle (Nessi, Keah) an der Gitarre, Matthias Lindermayr an Trompete und Tasten, und Charlie Layton (The Wedding Present) am Schlagzeug.

Port Noo geht es nicht mehr um Herkunft oder Muttersprache. Es geht nur noch darum, Hannah ihre Geschichten erzählen zu lassen: von Abschiedsschmerz und Neuanfang, vom Kampf mit sich selbst und um sich selbst, vom Verlorensein in der Großstadt und der Sehnsucht nach der Küste Irlands. In Port Noo's eigener Sprache. Vielleicht hat sich Bob Dylan 1967 ganz ähnlich gefühlt - in einem neuen Hafen für die Musik.

 

 
October 18
Kein Hass
October 21
Freitags DingDong