Alles wird ganz schlimm + Zora + Kerker + Deezy
angrierthanever & CoreChaosConcerts präsentieren: Alles wird ganz schlimm (Post-Hardcore) + Zora (Rap) + Kerker (Hyper-Goth) + Deezy (Rap)
ALLES WIRD GANZ SCHLIMM (Post-Hardcore)

“ALLES WIRD GANZ SCHLIMM” – Emo Doom aus Nürnberg und Hof. Auf ihrem Debüt “VIEL ZU LANG ZUVERSICHT” bewegt sich die Band auf der Borderline zwischen Selbstzweifel und Gesellschaftskritik. Dabei steuern sie geradewegs in eine gedankliche Sackgasse und haben praktischerweise auch keinen Lösungsansatz parat. Ihre musikalischen Einflüsse liegen irgendwo zwischen dystopischer Filmmusik, wie der von “28 Weeks Later” und “Chernobyl”, und Bands wie “Fjørt”, “OK Kid” und “Audio88”. Oder um es mit den Worten aus einer Reaktion zum Albumrelease kurz zusammenzufassen: “Wer das nicht fühlt, hat keine Probleme.”
(c) Foto Elisa Hammerbacher
Zora (Rap)

Die Münchner Rapperin Zora nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, ihre Gedanken in Bilder zu verwandeln. Ihre Texte sind wütend und voller Tatendrang. Zwischen ganz persönlichen Emotionen und gesellschaftlichen Themen gibt es nichts, was unausgesprochen bleibt. Macker sollten sich in Acht nehmen, denn auf Konzerten, wo ZORA spielt, gibt es keinen Platz für Sexismus jeglicher Art. Dafür gibt es Hooks mit Ohrwurmpotential und Rap für Herz und Seele.
Kerker (Hyper-Goth)

Da wo der Wind pfeift und die Existenz als persönliches Verließ nass und eisig kalt erscheint, da ist Kerker. Im Grenzgebiet zwischen Hyperpop, Emo und Rap bewegt sich die nichtbinäre Künstler*in seit 2023 in der deutschen Musiklandschaft. Mit einer unverhohlenen Ehrlichkeit schreit und flüstert Kerker gleichermaßen Gedanken aus der unfreiwilligen Isolation und der Stadt dahinter heraus. Dabei geht es mal um verträumte Sehnsucht, mal um rasenden Herzschmerz, aber immer um das unausweichliche Gefühl, sich hinzugeben.
Düster und morbid, aber auch zart und hoffnungsvoll widmet Kerker Gedanken über Angst, Tod und Liebe ihren Platz. Dabei brechen die Songs in ihrer hemmungslosen Eigenart aus abgenutzten Strukturen heraus, sodass ein Resonanzraum voller ungewohnter und doch altbekannter Gefühle für all jene entsteht, die den Mut haben, hinabzusteigen und trotz der Dunkelheit Geborgenheit, Trost und Schönheit in ihr zu entdecken.
(c) Foto Nelis Zomerdijk
Deezy (Rap)

Deezy ist der mit der Engelsstimme und dem Reibeisen-Flow – der dich erst mit seinem lieblichen Neo-Soulgesang zum Schweigen bringt, um dich danach in Grund und Boden zu rappen. Wenn der Mainzer Rapper den Raum betritt, nimmt er ihn augenblicklich ein. Der Newcomer wechselt von technisch eindrucksvollem Geflexe, das kollektiv für Stank Faces sorgt, zu fein nuanciertem, gefühlvollem Gesang – von schonungslosen Punchlines zu tiefgreifender Introspektive.
Obwohl zerbrechliche Lines über mentale Gesundheit, Männlichkeitsbilder und generationsübergreifende Traumata längst nicht mehr pauschal als Schwäche gelten, bedarf es jede Menge Mut, die eigenen Prozesse öffentlich zu verarbeiten. Deezy will den Schmerz zu etwas Schönem transformieren und verwandelt all die intensiven Emotionen, Erfahrungen und Erkenntnisse zu lyrischem Gold. Aber nach außen ist Deezy vor allem eines: Der große Bruder mit den besten Ratschlägen. Der, den du mitten in der Nacht anrufen kannst, wenn du Zuspruch brauchst, der seinen engsten Kreis mit seinem Leben verteidigen würde, wenn es drauf ankommt.
Foto (c) Niklas von Klitzing
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