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Kuschnir

„Kuschnir“ ist ein Dokumentarfilm von Sergej Erschenkow über den Pianisten und Schriftsteller Pawel Kuschnir.

Im Jahr 2024 wurde Kuschnir in Birobidschan unter dem Vorwurf der „Aufrufe zu terroristischer Tätigkeit“ verhaftet. Anlass waren mehrere antimilitaristische Videos auf seinem YouTube-Kanal, der zu diesem Zeitpunkt lediglich fünf Abonnent*innen hatte. Er starb in Untersuchungshaft nach einem trockenen Hungerstreik.

Der Film erzählt nicht nur vom tragischen Ende, sondern auch von Kuschnir selbst — einem Musiker und Buchautor, einem Menschen radikaler innerer Freiheit und einsamen Widerstands. Nach seinem Tod finden weltweit Gedenkkonzerte statt, seine Texte werden veröffentlicht, und sein letzter Roman Noël steht kurz vor dem Erscheinen.

Der Film ist als Porträt eines Rebellen angelegt, für den Protest weder Geste noch Pose war, sondern eine Form des Daseins. Durch Tagebücher, Archivmaterial, Musik und die Stimmen von Weggefährt*innen erkundet er die Grenze zwischen Kunst, Glauben, Flucht und der Weigerung zum Kompromiss — und stellt die Frage nach dem Preis der Freiheit im Zeitalter von Medien und Repression.

Einlass 19:00 Uhr

Filmbeginn 19:30 Uhr

Filmsprache: Russisch mit englischen Untertitel

Der Filmabend wird von Free Russians e.V. veranstaltet.