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Feminismus und Flirten

~ mit Anna Klaß

“Ob wir in diesen Zeiten überhaupt noch Flirten können?” ist eine im Zuge der #metoo Debatte häufig vernommene Frage. Dabei werden Feministinnen, die behaupten, auch vermeintlich “unschuldiges” Flirten könnte schnell Grenzen überschreiten, gerne als lustfeindliche Spieverderberinnen verpönt. Befürchtet wird (vorrangig von cis Männern), dass ein unerwünschtes Kompliment, ein anzüglicher Blick oder eine Berührung zur falschen Zeit am falschen Ort nunmehr als sexuelle Übergriffigkeit gelten könnte. Da die Praxis des Flirtens in heteronormative und patriarchale Machtstrukturen eingebettet ist, stellt sich die Frage, wie ein Flirten aussehen könnte, das sensibel ist für die Grenzen anderer und sich dennoch dem Spiel der Ambivalenzen und Uneindeutigkeiten hinzugeben vermag.

In einem Mix aus Vortrag und Diskussionsrunde soll es daher um feministische und queere Perspektiven auf Flirten gehen. Wie kann mit heteropatriarchalen Skripten und Erwartungen gebrochen werden? Was sind die Voraussetzungen für konsensuales, machtsensibles und angenehmes Flirten? Und wie können die jeweiligen Grenzen erkannt, kommuniziert und ausgehandelt werden? Darauf wird es zwar keine vorgefertigten Antworten geben, dafür aber einige spannende Impulse und genug Raum, um sich mit dem Thema kollektiv auseinanderzusetzen. Kommt vorbei und diskutiert mit!

19:00 – 21:00 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr)
Gerne mit Voranmeldung (nur dann können wir Dir einen Platz garantieren) unter: bildungsarbeit@consentcalling.de

* Anna Klaß (sie/ihr) ist empirische Kulturwissenschaflerin, politische Bildnerin und materialistische Queerfeministin. Im Rahmen ihrer Masterarbeit untersuchte sie queere und feministische Praktiken des Flirtens.

Veranstaltung wird organisiert mit Consent Calling, dem feministischen Sexshopkollektiv München (https://consentcalling.de/)